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Weihnachtsbäume in Afrika
Glaubst Du, dass man auch in Afrika Weihnachtsbäume hat?
Ganz generell für Afrika kann ich diese Frage leider nicht beantworten, aber ich weiss, wie es hier in Südafrika aussieht: Seit einigen Tagen werden hier an verschiedenen Strassenkreuzungen Weihnachtsbäume verkauft. Man wird darauf hingewiesen mit einem Tannenbaum, der an der Ampel befestigt ist. Leider sind diese Bäume meistens bereits ganz lahm, weil sie tagelang in der Sommerhitze liegen und niemand sie wässert. Trotzdem kaufen viele Südafrikaner einen solchen Baum und wundern sich wahrscheinlich, wieso er bereits nach wenigen Stunden die Nadeln verliert. Das Aussehen dieser Bäume ist auch immer ident und entspricht nicht dem gängigen europäischen Tannenbaum. Diese hier ähneln eher hellen Föhren mit dünnen Ästen.
Für die meisten Südafrikaner ist ein echter Baum aber nicht unbedingt nötig und sie stellen jedes Jahr ihren Plastikbaum auf. In den Supermärkten werden diese auch in eigens kreierten und grell blinkenden Abteilungen fleissigst verkauft. Den Plastikbaum gibt es in jeder Grösse und für jedes Budget.
Weit verbreitet ist natürlich auch der Drahtbaum, der ebenfalls an jeder Strassenkreuzung verkauft wird. Dieser ist wie viele andere hübsche Souvenirs mit farbenfrohen Perlen versehen und ein echtes Kunstwerk, das vor allem jedes Jahr gleich schön aussieht.
Interessant ist, dass der Weihnachtsbaum hier in Südafrika nicht erst am Heiligabend aufgestellt wird, sondern schon Tage davor farbenfroh geschmückt im Wohnzimmer vor sich hin blinkt und Weihnachtsstimmung verbreitet.
Für die Weihnachtsbäume in Namibia habe ich übrigens auch noch etwas Witziges in einer Zeitung gelesen: In Namibia gibt es aufgrund der Trockenheit des Landes kaum echte Weihnachtsbäume, die auch hübsch und grün sind. Weil man als ehemalige deutsche Kolonie aber nicht auf den Weihnachtsbaum verzichten möchte, soll es Farmer geben, die anfangs Jahr einen Tannenbaum auf ihrem Grundstück auswählen und diesen bis Weihnachten so fleissig giessen, dass er auch schön grün ist fürs Fest.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein spannendes 2009! Für mich gibt es bestimmt auch im nächsten Jahr viel Spannendes zu berichten über Afrika!
Add comment Dezember 22, 2008
95 Keerom in Kapstadt
Bist Du in Kapstadt und suchst ein tolles italienisches Restaurant? Die beste Wahl ist da sicherlich das Restaurant „95 Keerom“ in Kapstadt’s Innenstadt. Hier trifft Alt auf Neu, denn das Gebäude, in dem sich das Restaurant befindet, ist eines der ältesten der Stadt. Die Innenausstattung der Lokalität ist aber sehr modern eingerichtet und das Allerbeste: Im ersten Stock steht ein Olivenbaum zwischen den Esstischen. Einmalig ist im 95 Keerom auch, dass der Besitzer und Koch Giorgio Nava den Gästen persönlich am Tisch die Tagesspezialitäten erklärt. Selbstverständlich mit einem italienischen Akzent und mit italienischer Flagge auf seinem Kochhemd! Das Essen selber ist bei jedem Besuch vorzüglich und besteht aus Speisen aus dem Norden Italiens. die Wahl fällt wirklich schwer, denn Alles, was die Karte bietet, ist lecker und die Weinkarte ebenfalls ein Gedicht. Die Preise sind eher hoch, aber definitiv ihren Preis wert.
Ich bin überzeugt, dass das 95 Keerom keinen Gast enttäuschen wird und dir ein qualitativ hochstehendes Essenserlebnis in grandioser Atmosphäre bescheren wird. Eine Tischreservation ist übrigens unbedingt empfehlenswert, denn auch andere haben dieses tolle Restaurant bereits entdeckt.
Add comment Juni 14, 2008
Unruhen in Südafrika
Hast Du die Bilder von den Ausschreitungen in Südafrika gegen afrikanische Ausländer, die derzeit um die Welt gehen, auch mitgekriegt? Die Unruhen begannen vor zwei Wochen in Johannesburg und seit letzter Donnerstagnacht ist auch Kapstadt nicht mehr verschont davon. Es ist schockierend, wie schnell es gehen kann. Gestern war Südafrika noch DIE Regenbogennation und heute macht sie mit Ausländerfeindlichkeit auf sich aufmerksam.
In den letzten Monaten sind durch Engpässe in der Stromversorgung und der Unzufriedenheit mit der Politik von Thabo Mbeki Spannungen entstanden. Zudem sind die Lebenskosten in Südafrika in den letzten Monaten enorm gestiegen und machen der Bevölkerung zu schaffen. Am meisten ist aber davon die unterste Bevölkerungsschicht betroffen und wirft nun afrikanischen Ausländern vor, ihnen Jobs wegzunehmen und die Situation noch zu verschlimmern.
Obwohl die Presse weltweit über das Problem berichtet, merkt man vor Ort relativ wenig. Abgesehen, wenn man sich natürlich direkt in die Townhsips begibt. Davon ist momentan aber sicherlich abzuraten. An verschiedenen Orten wurden temporäre Flüchtlingshäuser eingerichtet. Die meisten Ausländer wollen aber sowieso so schnell wie möglich zurück in ihre Heimat und nutzen die Transfers, die von der Regierung zur Verfügung gestellt werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Regierung diese Problem so schnell wie möglich löst und sich die Ausnahmezustandsituation in Südafrika wieder normalisiert.
Add comment Mai 26, 2008