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Flüchtlinge in Südafrika
Fragst Du Dich, ob sich die Unruhen in Südafrika mittlerweile gelegt haben? So wie es scheint, konzentrieren sich die Medien mittlerweile wieder vermehrt auf andere Themen. Die Problematik mit der Ausländerfeindlichkeit ist in Südafrika aber leider noch nicht vom Tisch. Und das Schlimmste: Das gute Image in der Welt, das sich Südafrika in den letzten Jahren aufgebaut hat, hat definitiv einen schlimme Wunde.
Die geflohenen Afrikaner, die in den Unruhen der letzten Wochen aus ihren Häusern vertrieben wurden, leben nun in Zeltgemeinschaften. Die Regierung fordert sie vergeblich auf, wieder in die Townships zurück zu ziehen, denn davor haben die meisten Angst. Ich habe sogar gehört, dass einige der Flüchtlinge, die länger als 5 Jahre in Südafrika wohnen, gefordert haben, dass man sie einbürgere. Bleibt abzuwarten, wie diese Problematik gelöst werden kann.
Es ist aber enorm, was in den letzten Tagen in Südafrika auf die Beine gestellt wurde, um das Leid der Flüchtlinge zu mindern: Freshlyground, die wohl bekannteste südafrikanische Band, gab in Kapstadt ein Konzert, dessen Erlös den Flüchtlingen zugute kam. In Kapstadt wurde an Strassenkreuzungen gesammelt und an verschiedenen Orten in der Stadt konnte man Kleider, Decken, Esswaren und Hygieneartikel abgeben. Zudem wurden sogar spezielle Werbespots kreiert, die für Einheit und Gemeinsamkeit plädieren. Es sind auch Websites entstanden, die Informationen enthalten über den Stand der Dinge und wo man Geld spenden kann.
Add comment Juni 7, 2008
Unruhen in Südafrika
Hast Du die Bilder von den Ausschreitungen in Südafrika gegen afrikanische Ausländer, die derzeit um die Welt gehen, auch mitgekriegt? Die Unruhen begannen vor zwei Wochen in Johannesburg und seit letzter Donnerstagnacht ist auch Kapstadt nicht mehr verschont davon. Es ist schockierend, wie schnell es gehen kann. Gestern war Südafrika noch DIE Regenbogennation und heute macht sie mit Ausländerfeindlichkeit auf sich aufmerksam.
In den letzten Monaten sind durch Engpässe in der Stromversorgung und der Unzufriedenheit mit der Politik von Thabo Mbeki Spannungen entstanden. Zudem sind die Lebenskosten in Südafrika in den letzten Monaten enorm gestiegen und machen der Bevölkerung zu schaffen. Am meisten ist aber davon die unterste Bevölkerungsschicht betroffen und wirft nun afrikanischen Ausländern vor, ihnen Jobs wegzunehmen und die Situation noch zu verschlimmern.
Obwohl die Presse weltweit über das Problem berichtet, merkt man vor Ort relativ wenig. Abgesehen, wenn man sich natürlich direkt in die Townhsips begibt. Davon ist momentan aber sicherlich abzuraten. An verschiedenen Orten wurden temporäre Flüchtlingshäuser eingerichtet. Die meisten Ausländer wollen aber sowieso so schnell wie möglich zurück in ihre Heimat und nutzen die Transfers, die von der Regierung zur Verfügung gestellt werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Regierung diese Problem so schnell wie möglich löst und sich die Ausnahmezustandsituation in Südafrika wieder normalisiert.
Add comment Mai 26, 2008