Archive for August 2008

Tapas essen in Kapstadt

Möchtest Du ein spezielles Essenserlebnis haben in Kapstadt? Dann ist ein Besuch im Restaurant Fork sicherlich eine gute Idee. Dieses Restaurant serviert Essen in etwas ungewöhnlicher Form und wie der Name verspricht, benötigt man nur eine Gabel, um sie zu essen.
Das Fork liegt mitten im Stadtzentrum von Kapstadt und ist untergebracht in einem der toll renovierten viktorianischen Häuser an der Long Street. Man sitzt an einfachen Holztischen, die mit einem weissen Dessertteller und einer flauschigen rot-weiss-karierten Serviette dekoriert sind. Die offen gelegte rohe Ziegelwand lädt zum Träumen ein, denn sie könnte bestimmt Geschichte schreiben. Das Licht ist gedämmt und einzig das Teelicht auf dem Tisch und die kleine Lampe über dem Tisch erhellen den Raum.   
Ein Lichtblick sind definitiv auch die Speisen: Zur Auswahl stehen verschiedene Tapas auf der Karte zum Preis von ZAR 35, 45 und 55 und eine Auswahl guter Weine. Der Kellner erklärt, dass man pro Person mindestens zwei Tapas bestellen und dann einfach teilen und allenfalls noch nachbestellen soll. Er hat auch einige Specials im Angebot. Die Wahl fällt schwer und es schmeckt auch alles sehr gut. Herausragend ist auf jeden Fall das Mini Kudu Fillet mit Chilli Kartoffelbrei und Knoblauchspinat. Als Abschluss bringt der Kellner auch noch die Dessert-Tapas-Liste. Bis dahin ist aber mein Magen schon voll und ich muss das Dessert auf den nächsten Besuch verschieben.
Das Essen im Fork ist total lecker und man wird definitiv animiert, wieder in diesem Restaurant vorbei zu schauen, um all die anderen schmackhaften Tapas zu testen.

Add comment August 25, 2008

Historisches Rugbyereignis

Hast Du gewusst, dass sich am 16. August in Kapstadt ein historisches Rugbyereignis zugetragen hat? Percy Montgomery machte seinen 100. Testeinsatz beim Spiel gegen die Neuseeländischen All Blacks in Kapstadt’s Newlands Stadium. Diesen Meilenstein haben bisher nur 8 Rugbyspieler erreicht und kein anderer Südafrikaner!
Monty, wie Percy Mongomery von den Locals genannt wird, gilt nun als lebende Legende und das Mitglied der Springboks, der südafrikanischen Rugbynationalmannschaft, wurde natürlich auch dementsprechend gefeiert. Auf dem Spielfeld fällt Percy schnell auf aufgrund seiner blonden Mähne. Meiner Meinung nach sieht er damit eher aus wie ein Hollywoodstar als ein Rugbyspieler. Seine Frisur gab letzte Woche dann auch genug Anlass, die Freude über dieses tolle Ereignis zu zeigen: Die Zeitung druckten ein ganzseitiges Inserat mit der Rugbynationalmannschaft und gratulierte Percy zu seiner Leistung. Das Spezielle an der Anzeige: Alle Spieler hatten sich eine blonde Percy-Perücke aufgesetzt, um die Freude über ihren Held zu zeigen. Der Jux mit der blonden Perücke wurde auch von den Moderatoren des bedeutenden Spiels weitergeführt, denn sie zeigten sich vor Spielbeginn ebenfalls mit blonder Mähne.

Add comment August 25, 2008

Zusatz: Recycling in Afrika

Bist Du gespannt, was das Recycling in Südafrika macht? Vor kurzem hatte ich geschrieben, dass es im Supermarkt nun eine Sammelstelle für Batterien gibt. Dazu habe nun noch eine lustige Geschichte:
Eine Bekannte von mir aus Deutschland hat sich total gefreut, dass sie ihre Batterien nun endlich irgendwo entsorgen kann und ist damit freudig zum Pick’n'Pay gegangen. Als sie die Batterien abgegeben hatte, wurde sie von einem Südafrikanischen Mann gefragt, woher sie denn sei. Als sie ihm antwortete: „Aus Deutschland“, lachte er und sagte: „I knew that you are not South African!“
Es scheint, als ob es wohl noch eine Weile dauern wird, bis sich auch bei den Südafrikanern das Recyclen eingebürgert hat.

Add comment August 10, 2008

Autokultur in Südafrika

Was denkst Du, was für Autos fahren die Menschen hier in Südafrika? Alte Käfer? Vor ein paar Jahren war das vielleicht noch so und das beliebteste Auto auf der Strasse war bestimmt der VW Citi Golf, der die Form eines Golf 1 hatte. Heute fahren damit aber nur noch Touristen rum und natürlich ich, denn ich finde dieses Auto immer noch cool.
Autos sind in Südafrika Prestigeobjekt. Seit vor einigen Jahren das Leasing eingeführt wurde, wurde die älteren Autos auf der Strasse in Kürze gegen neue schicke umgetauscht. Sobald jemand etwas Geld verdient, muss ein tolles Auto her. Egal, wenn man dafür das letzte Geld ausgibt und am Ende des Monats nichts auf die Seite bringt. Hauptsache, die Mitmenschen sehen, wieviel Geld man verdient. Gekauft wird auch, wenn die Garage dafür manchmal gar nicht vorhanden ist. 
Wenn Du hier durch die Strassen fährst, begegnen Dir deshalb häufig so tolle Gefährte wie zum Beispiel ein Porsche Cayenne, ein Ferrari, ein BMW X5, ein Mercedes und zu diesem Artikel inspiriert hat mich ein Audi R8, den ich gestern Morgen auf der Strasse vor mir hatte. Mein Nachbar fährt übrigens einen Hummer und nicht, dass ich in einem Villenviertel wohnen würde. Autos sind hier von grösserer Bedeutung als die Wohnung oder das Haus und deshalb kommt es oft vor, dass der Wagen genau so viel kostet, wie das Haus, in dem der Besitzer wohnt! 
Mal sehen, wie lange sich die oft sehr grossen Fahrzeuge noch auf den südafrikanischen Strassen halten können angesichts der steigenden Benzinpreise…

Add comment August 10, 2008

Freshlyground – Frisch gemahlener Sound aus Afrika

Sicherlich kennst auch Du den Song „Doo Be Doo“? Hast Du auch gewusst, dass dieser Song von einer südafrikanischen Band ist? Freshlyground heisst diese Musikgruppe und die Band wurde 2002 gegründet. Sie besteht aus 7 Personen: Zolani, Peter, Aron, Kyla-Rose, Simon, Julio und Josh. Alle stammen aus dem südlichen Afrika und die Band spielt einen originellen Mix aus traditioneller afrikanischer Musik und Afro-Pop und Dance Musik.
Die gute Musik hat Freshlyground bereits einigen Erfolg eingebracht: Sie wurden 2006 an den MTV European Music Awards als Best African Act gekürt. Bei den Konzerten von Robbie Williams in Südafrika war Freshlyground Vorgruppe und die Band ist zudem Kulturbotschafter für die Fussballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika.
Gestartet ist die Musikgruppe mit der CD Jika Jika in 2003. Es folgte Nomvula ein Jahr später und Ma’Cheri kam 2007 in die Regale der Musikshops.  Freshlyground gibt regelmässig Konzerte, hier in Südafrika und auch im Ausland. Die letzten zwei Silvesterkonzerte im Botanischen Garten in Kapstadt begeisterte die Band das Publikum. Nachdem Freshlyground bereits 2006 für längere Zeit in Europa auf Konzerten unterwegs war, stand Europa auch in den letzten Wochen wieder auf dem Programm.

Add comment August 2, 2008


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