Archive for Juli 2008

Recycling in Südafrika

Denkst Du, dass auch in Südafrika Müll getrennt und wiederverwertet wird? Das wird zu einem grossen Teil auch hier gemacht. Ich sammle auf jeden Fall Papier und Flaschen und bringe sie regelmässig zur Sammelstelle. Ein Problem waren aber bis anhin Batterien. Dafür hatte ich keine Rückgabestelle gefunden. Einmal wollte ich im Shop, wo ich neue Batterien kaufte, die alten zurückgeben. Man hat mich nur mit grossen Augen angestarrt und fand es ziemlich lustig!
Heute kam dann aber endlich die Änderung: Beim Pick’n'Pay, der grossen Supermarktkette, fand ich beim Ausgang eine Box, in die man alte Batterien werfen kann. Meine Freude war gross!

Add comment Juli 24, 2008

Altes Brot zum neuen Preis

Isst Du gerne altes Brot? Wenn ja, kannst Du diesen Artikel übersehen, denn hier geht es um altes Brot, das zum regulären Preis verkauft wird und mich jedes Mal ziemlich nervt.
Heute habe ich wieder einmal ein leckeres Croissant im Supermarkt gekauft und mich riesig darauf gefreut. Übrigens weiss ich bis heute nicht, wie man Croissant auf englisch ausspricht, aber irgendwie verstehen mich die Brotdamen immer :-) Der erste Biss in diese leckere Speise überraschte sehr: Das Croissant war alt! Das ist ja eigentlich nicht so schlimm und wenn ich das beim Kauf gewusst hätte und einen speziell günstigen Preis dafür bezahlt hätte, wäre ich natürlich auch damit einverstanden. Nein, ich hatte den regulären Preis bezahlt und die Brotdame hatte mir ohne Augenzwinkern und schlechtem Gewissen ein altes Croissant verkauft! Es kommt auch noch schlimmer: Das ist mir jetzt zum wiederholtem Mal passiert und auch noch bei verschiedenen Supermärkten. Es scheint also durchwegs üblich zu sein hier in Südafrika, dass alte Brotwaren zum regulären Preis verkauft werden. Ob Doughnut, Kuchen oder Brot, da wird absolut kein Unterschied gemacht und es kann Dir auch in einem schönen Cafe passieren, dass Du in einen ausgetrockneten Schokoladenkuchen beisst und dafür auch noch ziemlich viel Geld liegen lässt.
Die Brotdamen müssen sich deshalb wohl nicht wundern, wenn ich in Zukunft besser zweimal nachfrage, ob das gewünschte Brot von gestern ist!

Add comment Juli 22, 2008

Nelson Mandela wird 90

Weisst Du, wer der bekannteste Südafrikaner ist? Ganz bestimmt hast Du mit Nelson Mandela oder Madiba, wie sein Stammesname ist, geantwortet. Der führende Anti-Apartheid-Kämpfer Südafrikas und wohl auch berühmteste Freiheitskämpfer der Welt feierte vor wenigen Tagen, am 18. Juli, seinen 90. Geburtstag!
Dieser runde Geburstag von Nelson Rolihlahla Mandela, wie Nelson mit vollem Namen heisst, wird schon seit Wochen gefeiert. Das Konzert, das am 27. Juni zu seinen Ehren im Londoner Hyde Park stattfand, war wohl der bedeutendste Event. Das Konzert sammelte Spenden für Mandelas Stiftung 46664, die nach Mandelas ehemaliger Gefängnisnummer benannt ist. Viele wunderten sich, weshalb das Konzert nicht in Südafrika ausgetragen wurde, aber es wurde bewusst London dafür gewählt, weil dort vor 20 Jahren das Free Mandela Konzert im Wembley Stadium stattgefunden hatte. 
Es ist enorm, was Nelson Mandela in seinem Leben mitgemacht hat. Der südafrikanische Nationalheld verbrachte 27 seiner 90 Jahre in Gefangenschaft auf Robben Island und wurde nach seiner Befreiung der erste schwarze Präsident Südafrikas. Heute wird Robben Island von Besuchern förmlich überrollt. Viele wollen auf die Insel, werden aber abgewiesen, weil die Tickets meistens schon mehrere Tage im Vorhinein ausverkauft sind.  
Happy Birthday!

Add comment Juli 20, 2008

Indisch essen in Kapstadt

Wenn Du in Kapstadt indisch essen warst, hast Du bestimmt im Bukhara diniert, oder? Das Bukhara ist auch mit Sicherheit ein ausgezeichnetes indisches Restaurant und die vielen Inder, die dort immer speisen, sind wahrscheinlich schon genug Beweis dafür.
Das Bukhara hat aber indische Konkurrenz erhalten: Seit einiger Zeit macht sich nämlich ein kleines Restaurant an der Long Street einen ausgezeichneten Namen für indisches Essen. Das Masala Dosa lädt dich zu aromatischer Küche ein, die sich an den Speisen von Südindien inspiriert. Das Restaurant ist einfach eingerichtet mit weissen Tischen, an denen mittlerweile nicht mehr die hübschen pinken Lämpchen der Anfangszeiten hängen. Vor dem Lokal kann man diese aber immer noch bewundern. Die Lampen mussten wahrscheinlich weichen, weil das Restaurant sehr populär ist und deshalb nun meistens 4 Personen an den Tischen Platz finden müssen.
Die Gäste werden verwöhnt mit Thali, das sich als in Dosen servierte Curryvielfalt entpuppt, die mit dem im Deckel servierten Reis, Pappadum und Puri, dem indischen Brot, gegessen wird. Natürlich mit den Händen, wie es in Indien üblich ist. Der Name des Restaurants stammt aber von Dosa, einem riesigen Pancake aus Reis und Linsen, der mit einem vegetarischen Curry oder mit Huhn oder Lamm serviert wird. Die Getränke sind fast ausschliesslich organisch, sogar das Cola, und das indische Lassi fehlt natürlich auch nicht. Die Preise der Speisen sind sehr günstig, vor allem angesichts der grossen Portionen. Damit man es bis zur leckeren Dessertkarte schafft, muss man wirklich sehr viel Hunger haben. Die Vorspeise deshalb vielleicht auch lieber weglassen, damit man sich ganz auf das Hauptmahl konzentrieren kann und dafür einen guten Grund hat, um ein anderes Mal wieder im Masala Dosa vorbei zu schauen! 
Den Tisch muss man übrigens unbedingt reservieren, denn sonst wird man sehr wahrscheinlich abgewiesen und kann den anderen glücklichen Gästen nur neidisch auf die Teller schauen.

Add comment Juli 20, 2008

Regen in Kapstadt

Hast Du schon einmal einen Regentag in Kapstadt erlebt? Der Regen, der in den letzten Tagen hier anhielt, hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Kapstadt geniesst viele, viele Sonnentage, aber manchmal kann es hier eben auch regnen. Und wenn es das tut, ist es wie im Film und es scheint, als ob jemand auf dem Hausdach sitzt und mit einem Gartenschlauch Regen produziert! Ein Regenschirm nützt Dir hier meistens auch nichts, denn der Regen kommt meistens auch noch in Kombination mit Wind und Dein Regenschirm ist in wenigen Minuten unbrauchbar und Du bist von oben bis unten nass.
Innert wenigen Stunden haben Strassen, die vor kurzem noch perfekt waren, riesige Schlaglöcher und das Autofahren wird zu einer sehr holprigen Angelegenheit. Leider sind auch die meisten südafrikanischen Häuser nicht wirklich für den Winter gebaut. Am meisten von Unwettern betroffen sind leider die Bewohner der Townships. Aber das sogenannte „Desaster Management“ ist schon bereit für seinen Einsatz bevor der Regen beginnt und hilft sofort.
Es kann Dir aber auch passieren, dass Du bei Freunden mit richtigen Häusern zum „Sunday Roast“ eingeladen wirst und Du dort neben dem Esstisch einen Eimer stehen siehst. Im Wohnzimmer triffst Du noch auf einen und als es zu regnen beginnt, wirst Du vom Gastgeber aufgefordert, Dir einen anderen Platz auf dem Sofa auszusuchen, weil Du zu nahe beim Eimer sitzt und es in wenigen Minuten gleich von der Decke tropfen wird. Die Südafrikaner nehmen das aber total easy und im Frühling wird dann einfach wieder die Decke gestrichen. Das sieht dann auch bestimmt schick aus. Bis zum nächsten Winter eben. Aber der ist ja weit weg, denn die Sommermonate sind in Südafrika ja um einiges mehr als in vielen anderen Ländern. Wenn ab Morgen dann wieder die Sonne scheint, wird es auch trotz Winter sofort wieder warm und es kann sogar sein, dass am Weekend schon wieder die ersten Sonnenanbeter am Beach liegen!

Add comment Juli 10, 2008


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